BusPro wird schrittweise eingestellt. Für viele Schweizer KMU stellt sich deshalb die Frage, wie Auftragsbearbeitung, Fakturierung, Artikelverwaltung, Lager, Buchhaltung oder Lohn künftig gelöst werden sollen.
Der offizielle Support durch die BusPro AG läuft nach aktueller Information bis Ende 2026. Weitere Lizenzen können noch bis Mitte 2027 bezogen werden und laufen maximal bis Ende 2027. Ab 2028 plant BusPro eine kostenlose Programmversion ohne Lizenzkontrolle bereitzustellen. Diese soll jedoch nicht mehr aktualisiert werden und ohne Gewährleistung auf eigene Verantwortung genutzt werden.
Ein sofortiger Wechsel ist deshalb nicht nötig. Trotzdem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Nachfolgelösung strukturiert zu planen.
Für viele KMU kann blue office eine interessante BusPro-Alternative sein. Besonders dann, wenn BusPro bisher für Auftragsbearbeitung, Fakturierung, Artikel, Einkauf, Lager und administrative Abläufe eingesetzt wurde.
Wichtig ist dabei: Es geht nicht darum, BusPro möglichst exakt nachzubauen. Entscheidend ist, welche Prozesse Ihr Unternehmen heute nutzt und wie diese künftig sinnvoll abgebildet werden sollen.
Was BusPro-Kunden jetzt klären sollten
BusPro war für viele Schweizer KMU über Jahre eine zentrale kaufmännische Software. Je nach Unternehmen wurde BusPro nur für einzelne Bereiche oder als umfassendere Lösung eingesetzt: für Kunden, Lieferanten, Artikel, Offerten, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen, Einkauf, Lager, Debitoren, Kreditoren, Finanzbuchhaltung, Lohn, Auswertungen oder individuelle Formulare.
Genau deshalb ist die Ablösung nicht bei jedem Unternehmen gleich.
Ein Betrieb, der BusPro hauptsächlich für Offerten, Aufträge, Lieferscheine und Rechnungen nutzt, hat andere Anforderungen als ein Unternehmen, das zusätzlich Lager, Einkauf, Finanzbuchhaltung, Lohn oder individuelle Auswertungen stark integriert hat.
Der erste Schritt ist deshalb nicht die Auswahl einer neuen Software, sondern die Analyse der heutigen Nutzung. Welche BusPro-Funktionen werden wirklich verwendet? Welche Daten sind geschäftskritisch? Welche Prozesse sollen gleich bleiben? Welche Abläufe könnten vereinfacht werden? Und welche Lösung soll künftig welche Aufgabe übernehmen?
Warum der Wechsel frühzeitig geplant werden sollte
Auch wenn BusPro nicht sofort ersetzt werden muss, sollte die Planung nicht bis kurz vor Supportende aufgeschoben werden.
Gerade bei gewachsenen Installationen ist oft nicht auf den ersten Blick sichtbar, welche Daten, Formulare, Schnittstellen, offenen Geschäftsvorgänge oder Speziallösungen im Alltag wichtig sind. Viele Unternehmen haben BusPro über Jahre an ihre Arbeitsweise angepasst. Solche Strukturen lassen sich nicht einfach per Standardexport in eine neue Lösung übertragen.
Ein sauber geplanter Wechsel braucht deshalb Zeit: für die Analyse der bestehenden Nutzung, die Auswahl des Zielsystems, die Datenprüfung, eine Testmigration, die Einrichtung, die Schulung der Mitarbeitenden und den produktiven Wechsel.
Mit einer guten Vorbereitung lässt sich der Umstieg kontrolliert planen. Ohne Vorbereitung besteht das Risiko, dass wichtige Belege, offene Aufträge, Lagerdaten, Formulare oder Schnittstellen erst kurz vor dem Go-live auffallen.
Wann blue office als BusPro-Alternative sinnvoll ist
blue office ist besonders interessant, wenn BusPro bisher als Auftrags- und Warenwirtschaftslösung genutzt wurde.
Typische Prozesse sind: Kunde → Offerte → Auftrag → Lieferung → Rechnung und Artikel → Einkauf → Lager → Verkauf
Genau in diesen Bereichen kann blue office seine Stärken ausspielen. Die Lösung unterstützt unter anderem Adressverwaltung, Artikelverwaltung, Preis- und Rabattlogiken, Offerten, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen, Gutschriften, wiederkehrende Fakturierung, Bestellwesen, Lagerverwaltung, mehrere Lagerorte, Projekt- und Leistungsverwaltung, individuelle Belege, Auswertungen sowie Schnittstellen.
Damit ist blue office vor allem für Handelsunternehmen, Gewerbebetriebe, Dienstleistungsunternehmen, technische Betriebe, kleinere Produktionsbetriebe und KMU mit eigenen administrativen Prozessen interessant.
Der Vorteil liegt nicht darin, dass blue office BusPro 1:1 ersetzt. blue office ist ein eigenständiges ERP-System. Der Vorteil liegt darin, dass viele vergleichbare kaufmännische Prozesse modern und strukturiert abgebildet werden können.
Auftrag, Fakturierung, Artikel und Lager im Fokus
Für viele BusPro-Kunden ist nicht die reine Buchhaltung das zentrale Thema, sondern der kaufmännische Ablauf rund um Offerten, Aufträge, Lieferungen und Rechnungen.
Eine Offerte wird erstellt, daraus entsteht ein Auftrag, anschliessend folgt der Lieferschein und danach die Rechnung. Gleichzeitig greifen Artikel, Preise, Rabatte, Lager und Auswertungen auf dieselben Grundlagen zu.
Auch im Einkauf können Bestellungen, Wareneingänge, Lagerbewegungen und Verkauf eng miteinander verbunden sein. Wenn solche Prozesse bisher in BusPro abgebildet wurden, sollte beim Wechsel nicht nur gefragt werden, welche Daten exportiert werden können. Wichtiger ist die Frage, wie der künftige Prozess funktionieren soll.
Je nach Unternehmen kommen unterschiedliche blue-office-Versionen oder Module infrage. Für einfache Auftrags- und Fakturierungsprozesse kann eine schlankere Lösung ausreichen. Für viele klassische BusPro-Kunden dürfte eine umfangreichere Auftragslösung interessanter sein, vor allem wenn zusätzlich Einkauf, Lager, Projekte oder Zeit- und Leistungserfassung benötigt werden. Bei komplexeren Anforderungen, etwa Produktion, Service oder Reparaturprozessen, muss die passende Lösung genauer geprüft werden.
Eine pauschale Empfehlung wäre hier nicht seriös. Die passende Lösung ergibt sich aus der heutigen BusPro-Nutzung und den künftigen Anforderungen.
Wenn Finanzbuchhaltung oder Lohn im Zentrum stehen
Nicht jeder BusPro-Kunde sollte automatisch vollständig auf blue office wechseln.
Wenn BusPro hauptsächlich für Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, komplexe Buchhaltungsprozesse oder Treuhandanforderungen genutzt wurde, muss die Zielsystemlandschaft separat geprüft werden.
In solchen Fällen kann aR solutions beispielsweise beurteilen, ob Topal für Finanzbuchhaltung und Lohn passt oder ob Infoniqa ONE 50 die bessere Lösung ist.
Je nach Ausgangslage kann auch eine Kombination sinnvoll sein: blue office für Auftrag, Fakturierung, Artikel, Einkauf und Lager. Topal oder Infoniqa ONE 50 für Finanzbuchhaltung und Lohn.
Das ist oft realistischer als der Versuch, alle bisherigen BusPro-Funktionen zwangsläufig mit einem einzigen Produkt zu ersetzen.
Ein Wechsel von BusPro ist deshalb auch eine Gelegenheit, die Softwarelandschaft grundsätzlich zu überprüfen. Welche Lösung übernimmt künftig welche Aufgabe? Welche Prozesse müssen verbunden werden? Und wo ist eine klare Trennung zwischen ERP, Finanzbuchhaltung und Lohn sinnvoll?
Datenübernahme: Mehr als ein Export aus BusPro
Die Datenübernahme ist für viele BusPro-Kunden ein zentrales Thema. Trotzdem sollte nicht pauschal versprochen werden, dass alle Daten automatisch und vollständig übernommen werden können.
Welche Daten übernommen werden können und sollen, hängt von der bestehenden BusPro-Installation, der Datenstruktur, vorhandenen Individualisierungen und dem gewünschten zukünftigen Prozess ab.
Strukturierte Stammdaten sind meist am einfachsten zu übernehmen. Dazu gehören zum Beispiel Kunden, Lieferanten, Adressen, Ansprechpartner, Artikel sowie gewisse Preis- und Stammdaten.
Vorsichtiger muss man bei komplexeren Bereichen sein: historische Belege, offene Aufträge, Teillieferungen, Teilrechnungen, Lagerhistorien, individuelle BusPro-Felder, Makros, Spezialauswertungen, individuelle Formulare, Schnittstellen oder stark angepasste Installationen müssen separat geprüft werden.
Für BusPro gibt es einen blue-office-Migrationsprozess beziehungsweise ein Migrationstool. Das ist ein wichtiger Vorteil. Trotzdem ersetzt das keine fachliche Prüfung. Eine Migration ist kein reiner Datenexport, sondern sollte vorbereitet, getestet und kontrolliert werden.
Was vor dem Wechsel geprüft werden muss
Vor dem Wechsel sollte klar sein, wie das Unternehmen heute mit BusPro arbeitet und wie es künftig arbeiten möchte.
Wichtig sind unter anderem die genutzten BusPro-Module, benötigte Stammdaten, offene Offerten, Aufträge, Bestellungen, Rechnungen, Debitoren und Kreditoren. Auch Artikel, Lagerbestände, Preis- und Rabattlogiken, Formulare, Auswertungen, Schnittstellen, individuelle Anpassungen, MWST, Fremdwährungen, wiederkehrende Fakturierung und Dokumentenablage sollten frühzeitig geprüft werden.
Ebenso wichtig ist die Frage, welche Daten wirklich migriert werden müssen und welche historischen Informationen besser archiviert werden. Nicht alles, was über Jahre in BusPro entstanden ist, muss automatisch in der neuen Lösung nachgebaut werden.
Genau darin liegt eine Chance: Ein Softwarewechsel kann genutzt werden, um alte Strukturen zu bereinigen, Abläufe zu vereinfachen und die künftige Softwarelandschaft klarer aufzubauen.
Warum blue office BusPro nicht 1:1 ersetzt
blue office kann für viele BusPro-Kunden eine passende Alternative sein. Trotzdem ist blue office kein technischer Nachbau von BusPro.
Unterschiede gibt es bei Benutzeroberfläche, Datenstruktur, Bedienkonzept, Workflows, Erweiterungsmöglichkeiten, Schnittstellen und Konfiguration.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Wo finde ich in blue office dieselbe Funktion wie in BusPro?
Sondern: Wie möchten wir diesen Prozess künftig abbilden?
Gerade historisch gewachsene Speziallösungen sollten nicht automatisch übernommen werden. Manche Abläufe können ähnlich weitergeführt werden. Andere lassen sich vereinfachen. Und gewisse Sonderlösungen werden in der neuen Umgebung vielleicht gar nicht mehr benötigt.
Eine gute BusPro-Ablösung bedeutet deshalb nicht, die Vergangenheit möglichst genau zu kopieren. Sie bedeutet, eine zukünftige Lösung aufzubauen, die zu den tatsächlichen Prozessen des Unternehmens passt.
Wie aR BusPro-Kunden beim Wechsel begleitet
aR solutions begleitet BusPro-Kunden nicht nur beim Softwarekauf, sondern bei der gesamten Umstellung.
Am Anfang steht die Analyse der bestehenden BusPro-Nutzung. Welche Funktionen werden verwendet? Welche Prozesse laufen darüber? Welche Daten, Formulare, Auswertungen und Schnittstellen sind relevant? Welche Mitarbeitenden arbeiten mit der Lösung? Und welche Anforderungen sollen künftig erfüllt werden?
Danach wird das Zielsystem bestimmt. Passt blue office? Welche Version und welche Module werden benötigt? Soll zusätzlich Topal Finanzbuchhaltung oder Topal Payroll eingesetzt werden? Ist Infoniqa ONE 50 für Finanzbuchhaltung oder Lohn besser geeignet?
Anschliessend wird die Migration vorbereitet. Dabei wird geprüft, welche Daten übernommen, welche archiviert und welche bereinigt werden sollen. Danach folgen Testmigration, Konfiguration, Formulare, Schnittstellen, Schulung, Go-live und laufender Support.
Der Unterschied zwischen Software kaufen und einer begleiteten Umstellung ist wesentlich. Der Softwarekauf liefert nur das Werkzeug. Eine begleitete Umstellung klärt zusätzlich, welche Prozesse bleiben, welche verändert werden, welche Daten migriert werden, was archiviert wird, welche Systeme verbunden werden und wie Mitarbeitende künftig arbeiten.
BusPro nicht einfach ersetzen, sondern die künftige Lösung planen
BusPro wird schrittweise eingestellt. Für bestehende Kunden besteht kein Grund zur Panik, aber ein klarer Anlass zur Planung.
Für KMU, die BusPro vor allem für Auftragsbearbeitung, Fakturierung, Artikelverwaltung, Einkauf, Lager und administrative Prozesse genutzt haben, kann blue office eine interessante Alternative sein.
Wenn Finanzbuchhaltung oder Lohn im Zentrum stehen, sollte zusätzlich geprüft werden, ob Topal oder Infoniqa ONE 50 die passende Lösung oder Ergänzung ist.
Entscheidend ist nicht, BusPro möglichst exakt nachzubauen. Entscheidend ist, eine Softwarelandschaft zu schaffen, die zu den tatsächlichen Prozessen des Unternehmens passt.
Sie nutzen BusPro und möchten wissen, welche Lösung danach sinnvoll ist?
aR solutions analysiert Ihre bestehende BusPro-Nutzung, prüft die passende Zielsoftware und begleitet Sie bei Migration, Einrichtung, Schulung und Support.